Diesel

Diesel-Power fĂŒr Ihre Motoren

Diesel-Power fĂŒr Ihre Motoren

Dieselkraftstoff wird in vielen Bereichen der Wirtschaft, in Transport und Logistik sowie in der Landwirtschaft benötigt. Diesel ist die Energie fĂŒr PKWÂŽs, Lastkraftwagen, Landmaschinen und Baufahrzeuge. Aber auch fĂŒr die Schifffahrt oder den Betrieb von Generatoren wird Diesel gebraucht.

Damit Motoren sicher laufen und gute Leistungen bringen, ist die QualitÀt des Dieselkraftstoffs entscheidend. Von einer hochwertigen Zusammensetzung des Diesels hÀngt auch die Lebensdauer der Fahrzeuge ab.

Diesel gibt es in SommerqualitĂ€t bis maximal 0°C und in WinterqualitĂ€t bis maximal -20°C. Damit Diesel auch im Winter hervorragende Fließeigenschaften besitzt, werden dem Kraftstoff Additive beigemischt.

Diesel hÀlt Fahrzeuge in Bewegung

Diesel hÀlt Fahrzeuge in Bewegung

Diesel wird wie Benzin aus Erdöl hergestellt. Es fĂ€llt bei der Destillation von Rohöl als sogenanntes Mitteldestillat an. Diesel ist ein Gemisch aus verschiedenen Kohlenwasserstoffen und ist in der Zusammensetzung Heizöl sehr Ă€hnlich. Hauptbestandteile sind Alkane, Cycloalkane und Kohlenwasserstoffe mit ca. 9 bis 18 C-Atomen pro MolekĂŒl und Siedepunkten zwischen 170 und 390 °C.

Die Inhaltsstoffe und Eigenschaften von Dieselkraftstoff werden in der Norm DIN EN 590 festgelegt. Zahlreiche chemisch-physikalische Messungen sind dort vorgeschrieben, um die QualitĂ€t von Dieselkraftstoff zu gewĂ€hrleisten. Diesel muss frei von jeglichen SĂ€uren und festen Fremdstoffen sein. Bei Raumtemperatur sollte Diesel klar und ohne TrĂŒbung aussehen.

Kraftstoffe werden stetig verbessert: Bei der Produktion von Diesel in den Raffinerien wird auf das gute ZĂŒnd- und Brennverhalten, auf Fließeigenschaften und KĂ€lteverhalten geachtet.

Diesel-Prinzip, ZĂŒndwilligkeit und Cetanzahl

Diesel-Prinzip, ZĂŒndwilligkeit und Cetanzahl

In einem Dieselmotor wird Kraftstoff in die verdichtete heiße Luft eingespritzt. Die EntzĂŒndung und Verbrennung erfolgt nach einer gewissen Zeit ohne Ă€ußere ZĂŒndquelle. Deshalb bezeichnet man Dieselmotoren als SelbstzĂŒnder.

Die Zeit zwischen Einspritzen und SelbstzĂŒndung des Kraftstoffes nennt man ZĂŒndverzug. Der ZĂŒndverzug ist unter anderem abhĂ€ngig von der Konstruktion des Motors und von der ZĂŒndwilligkeit des Kraftstoffes.

Das Maß fĂŒr die ZĂŒndwilligkeit eines Dieselkraftstoffes ist die Cetanzahl. Im Gegensatz zum Benzinmotor benötigt der Dieselmotor ein zĂŒndwilligeres Gemisch mit einer möglichst hohen Cetanzahl von mehr als 51. Hochwertige Kraftstoffe erreichen eine Cetanzahl von 60 bis hin zu 80. Die hohe Cetanzahl sorgt fĂŒr eine leise Verbrennung, einen ruhigen Motorlauf sowie einem niedrigen Verbrauch und Abgasemissionen.

Ist der ZĂŒndverzug zu hoch, z. B. durch eine zu niedrige Cetanzahl, verbrennt ein Großteil des eingespritzten Kraftstoffs schlagartig. Ein Zeichen dafĂŒr ist, das das dieseltypische VerbrennungsgerĂ€usch hĂ€rter wird.

KĂ€lteverhalten und FließfĂ€higkeit

KĂ€lteverhalten und FließfĂ€higkeit

Zahlreiche paraffinische Komponenten, wie gesĂ€ttigte, kettenförmige Kohlenwasserstoffe im Dieselkraftstoff sorgen fĂŒr gutes ZĂŒnd- und Brennverhalten. Bei KĂ€lte haben diese aber keine ausreichenden Fließeigenschaften, sodass die Kraftstoffzufuhr zum Motor unterbrochen wird.

Die Raffinerien produzieren Kraftstoffe mit einem der Jahreszeit angepassten KĂ€lteverhalten. In den Wintermonaten, von Anfang November bis Ende Februar, wird durch spezielle ZusĂ€tze eine FließfĂ€higkeit von -20°C erzielt. Weitere Kraftstoff-ZusĂ€tze machen eine Fahrbarkeit bei Temperaturen unterhalb von -15°C bis ca. -22°C möglich.

Verkokungsneigung

Unter Verkokungsneigung von Dieselkraftstoff (KoksrĂŒckstand) versteht man die mögliche RĂŒckstandsbildung im Brennraum. Koks-RĂŒckstĂ€nde an den DĂŒsen können die Einspritzung und damit die Verbrennung des Diesels beeintrĂ€chtigen. Die Verschmutzung des Motors und des Motoröls sind die Folge, woraus ernsthafte MotorschĂ€den entstehen können.